Fluorid

Zähne vor Karies schützen

Fluorid kommt als Spurenelement überall in unserer Umwelt vor und ist daher ein natürlicher Bestandteil des Körpers. Es hilft in sehr geringen Mengen, Karies an den Zähnen zu verhüten. Diese positive Wirkung ist gut untersucht.

Zu viel Fluorid kann zu einem Gesundheitsrisiko werden. Daher ist es sehr wichtig, auf die richtige Menge zu achten.

Wie wirkt Fluorid?

Fluorid hemmt den Stoffwechsel von Bakterien und vermindert so die Bildung von zahnschädigenden Säuren. Zudem stärkt und repariert es den Zahnschmelz nach einem Säureangriff durch Bakterien oder saure Speisen und Getränke.

Wege der Fluoridzufuhr

Für eine bestmögliche Schutzwirkung muss Fluorid immer in geringer Menge im Mund verfügbar sein. Daher ist es wichtig, regelmäßig von außen für Nachschub zu sorgen. 

Dies kann zu Hause erfolgen durch

    • Vitamin D-Präparat mit Fluorid bei Babys und Kleinkindern
    • Zahnpasta mit Fluorid
    • fluoridiertes Speisesalz
    • fluoridhaltige Spüllösung oder Gel

Rachitis- und Kariesprophylaxe für Babys und Kleinkinder

Kinderarztpraxen empfehlen, dass Eltern ihren Babys bis zum 12. Monat täglich eine Tablette Vitamin D (500 I.E.) zur Vorbeugung von Rachitis geben.

Ab dem Zahndurchbruch ist eine zusätzliche Gabe von Fluorid sehr sinnvoll, um einer Milchzahnkaries vorzubeugen.

Sie haben die Wahl

Bis zum 1. Geburtstag gibt es zwei unterschiedliche Varianten, wie Vitamin D und Fluorid gegeben werden können.

Sie unterscheiden sich darin, ob das Fluorid zusammen mit dem Vitamin D-Präparat gegeben wird, oder ob es in der Zahnpasta enthalten ist.

Das Infoblatt erklärt, wie Sie vorgehen können.

Auch Wasser enthält Fluorid 

In Deutschland ist der natürliche Fluoridgehalt des Trinkwassers niedrig. Dabei gibt es regionale Unterschiede. Im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt der Wert unter 0,3 mg pro Liter. Wird bei der Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung ein Wasser mit mehr als 0,3 mg Fluorid pro Liter verwendet, muss Vitamin D ohne Fluorid gegeben werden.

Kariesprophylaxe beim Zähneputzen

Für den täglichen Nachschub ist gut gesorgt, wenn Sie Zahnpasta mit Fluorid nutzen. Wie Sie die Zahnpasta für Ihr Kind verwenden, erfahren Sie hier.

Kariesprophylaxe beim Essen

Bis zum 1. Geburtstag brauchen Kinder kein zugesetztes Salz in ihrer Beikost.

Ab dem 1. Geburtstag können Sie bei der Zubereitung der Speisen etwas fluoridiertes Speisesalz verwenden.

Gebrauchen Sie Salz grundsätzlich sehr sparsam. 

Häusliche Prophylaxe bei erhöhtem Kariesrisiko

Wenn Ihr Kind ein erhöhtes Risiko hat, an Karies zu erkranken, kann eine zusätzliche Fluorid-Zufuhr sinnvoll sein. Stimmen Sie sich über das Vorgehen mit Ihrer Zahnarztpraxis ab, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Fluoridhaltige Spüllösung sollten Sie bei Ihrem Kind erst verwenden, wenn es sicher ausspülen kann. Es kann sonst passieren, dass Ihr Kind die Flüssigkeit ausversehen verschluckt.

Mundspülungen mit Fluorid können ab 6 Jahren angewendet werden. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis beraten, ob die Verwendung sicher und sinnvoll ist.

Fluoridhaltiges Gel wird zu Hause in der Regel 1x wöchentlich benutzt. Es fällt leichter an die Verwendung zu denken, wenn ein Tag und eine Tageszeit z.B. immer samstags abends vor dem Schlafengehen festgelegt werden.

Das Gel wird anstelle der Zahnpasta benutzt. Es kann ab 6 Jahren angewendet werden. Ihre Zahnarztpraxis kann sie beraten, ob Gel für Ihr Kind in Frage kommt.

Kariesprophylaxe in der Zahnarztpraxis

In der Zahnarztpraxis haben sich Gel und Lack mit Fluorid bewährt. Sie gehören heute zu den etablierten Behandlungsmaßnahmen für den Schutz vor Karies. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis beraten, ob eine professionelle Fluoridierung für Ihr Kind in Frage kommt.

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